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Ja, porfblühende Gegen und bimmlische fireuse, der

Vater,
Belcher den Bogen der Qulo ausspannete: Blumen

und Früchte!
Daß wir mit Dank einsammeln und fröhligkeit! Dent'

ich des Vaters, D dann erhebt fich mein Herz, und fchwisit por regerer

Innbrunit
Segen unsre Brüder, die rings die Erde bewohnen:
3mar verschieden an Kraft und Verstand; doch alle des

Baters
Liebe Kindlein, wie wir! von einersei Brüsten genabret!
Und nicht lange, sp geht in der Dämmerung eins nach

dein andern
Müde zur Rubi bon dem Pater im kühlen Lager ge-

regnet, Hört, fübträumend der Winde Seräusch und des tropfento

den Regens, Schläft, und erwachet gestärke und verständiger. Kin=

der, idir freun uns Ute pereint, wenn Sottes verklärterer i Norgeri utis

aufpcct! Doth genug hier aus demi Muride des et ripura digen Pfarrers von Grüngu! Zu seiner gefühlvoli fen Rede geselle sich hier noch der schönste Moment des liebenden Paares, wie die schöne Braut im mohlgewählten verschönernden Brautschmut De: bend und errőihend da steht, vor ihr der überwås. tigte Bräutigain vot süßen Erstaunen berstununend; So wie ein ländliche Mann, dem das Herz nuit füfer

Entzücfutig Menschlichreit nähte und intie, ung der stunst nach.

ahmende Schönheit, Fröhlich den Apfelbaum in voller Blüte betrachtet, Gelibyen er selber gepfianze an Ser Lichlingsitede des

Sartons;

Lange freut' er sich schon, toit ei foospete; plößlich ents

rief ihm
Fern in die Stadt ein Geschäft; doch den heimgekehrten

Volender
Führt sein Weib in den Garten, und zeigt ihm den blúc

bonden Fruchtbaum,
Der Doll röchlider Sträuße, beglängt vom Solde des

#bends, Da steht, dauernd im West, und mit lieblidem Duft

ihn umwebet;
Staunend betrachtet er lang, und umarmt die liebende

Sattin;
Lilo staunt aud der Jüngling dem Unblic feiner geo

rdmüdion 15 Blühenden Braut; es empört ihm das Herz bang aty.

mende Wollust,
Uber die Prm' ausbreitend mit Innigkeit, sant ihm die

Jungfrau
Schnell an die Brust; und die Seelen der Liebendex

fložen, von Himmels. “ Wonne bcrauscht, im langen und bebenden Sun in ein.

ander. Das sind Berse! Gleich dem edeln schönblúz henden Apfelbaum, bom milden, reiden Boden des glüdlid)sten Hinımels, den Stiefkindern der Tutur zum Irost, mit glüdlicher Hand nach Tors den verpflanzt.

Ueberaus merkwürdig ist dieses schöne Kunsts wert auch als 'ein rein deutsches Produkt, das Durchaus in keiner andern Sprache, für feine an: dce Nation in der Welt gerade so gedichtet und ausgeführt werden konnte; ja es ist die Frage, ob irgend eine andre Tiation dieses Gedicht in seiner ganzen Keinheit und Schönheit je zu genießen' vers inag. Auch würd' es sehr schwer werden zu einem zoveiten Gedidt der Art, Personen und Situatio. nen zu finden, die so ganz rein und vollkommen deutsch wären. Der Dichter hat aber auch mit

großer Bartheit des Gefühls seinen glüdlich gewahl. ten deutschen Gegenstand, durchaus, bis auf den kleinsten Zug, in Sitten, Ideen, Bildern und Sprache rein National erhalten. Dadurch hat dus Gedicht eine so lebendigansprechende Individuali: tät bekommen, die für jeden guten biedern Deut. Then, dem im reinen frohen Familienleben, wie es jeßt vielleicht der gute, glüdliche Deutsche nur lebt; marine Anhänglichkeit und biedre Treuherzigkeit zum Bedürfniß ward, überaus erfreulich und herz: rührend ist.

Jedem patriotischgesinnten Deutschen von Ges Ichmaf muß es daher auch freuen dies schöne reis ne Gedicht in fo zierlichen, reinem , äußerm Ge: wande zu sehen. Drud und Papier find äußerst befriedigend. Uud) zieren drei Kupfer und eine Tifelvignette von Hohl, Henne und Gutten: berg nach Chodowie di gestochen, diese liebli then Jonllen. Nur das Kupfer zur zweiten Idylle, der Morgenbesuch, scheint uns indeß dieses schös nen Kunstwerks ganz würdig zu seyn; auf den andern Blättern erkennt' inan den mit hohec Wahrheit ergreifenden und darstellenden Stünstles nur in den Köpfen der Alten. Die übrigen Phys fiognomien und Stellungen erregen die Bermus thung, daß der deutsche INeister und seine brapent Gehülfen das Gedicht vor der Arbeit nicht gelesen haben; seine ädyte Deutschheit würde sonst gervig den in Auffassung und Darstellung der fprechende sten Individualität so glüdlichen Meister gang anders begeistert haben.

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11. 3) Sd wei zerbriefe: an Cäcilie, ges

fyrieben int Gonner 1794. - Erster ul. zipeiter. Sheil. Berlin bei C. L. Hart: mann. 1795.

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siherrscht ein guter reiner Sinn in diesen Bries fen. Durchaus erfcheint der Verfasser als ein Mann dem Wahrheit und Menschengiúd am Hati zen liegt, dem Recht und Gerechtigkeit über alles gilt.

Man: fuche: Eeine umständliche Beschreibung der Grindig in diesen Btiefen: der Verf. fagt selbst in denr ersten Briefe: an seine Freundin: (6.17? wMeine Briefe aus der: Gchmeiz werden und sobe len keine Briefe über die Schmeig fenn.« iind G. 18 mas mir auf meiner Reise von Gedanken und mittheilbaren Empfindungen durch die Seele Brönnen wird, will ich in Dei Stunden, wo ich mich sammle und ausruhe, in Briefe an Sie zu: fainmenfasfen, so klar und wahr es in mir entquol fen Tern tvird. Daß dabei manches Wort über das Land, ndo id bin and über die Menschen, die diesem Lande angehören, sidi einmischen wird, kommt mir ldjon im voraus Pehr wahrscheinlids DOF. K

Der Berf hat mehr-gethan, ats et zugesas: hat. Die Hauptmomente feiner Reise find, nenn gleich zuweilen nur mit wenig Worten, dod fekt bestimint bezeichnend und charakteri firend angege ben. Um wenigsten hat er sich in Beldreibungen der so oft besdriebenen Naturscenen des reichen und romantisden Schweizerlandes eingelaffen, me es aber geschehen ist, erkennt man leicht "Den mit feinen Sinsen und zärten Gefühl begabten Mann; und wenn man durdj solche Schilderungen auo Keine neuen Blicke in das Land thut, fo lernt mds dudh daritinen den reingenießenden guten Mirna refent besser kennent und lieben, und seine Urtheile und Betrachtungen finden das Gemüth des Lefeat

in der gegenseitig wohlthuenden Stimmung, in, welcher gute vertrauenvolle Menschen so gerne Ger fühle und Gedanken mechseln. Es möge hier nur şiniges zur Probe stehen, um die Manier des Vera fassers zu bezeichnen; gewiß wird es niemanden gereuen diese herausgehobenen Stellen an ihrec Gtelle wieder zu finden, und noch einmal zu lesen; dort stehn sie als ein , nothwendiger Theil des reinen Abgufles bon ruhig genossenen Lebensmo: menten.

»Was ist es, das mit den Grund und Box den, auf den ich jeßt trete, so werth, so feierlich so heilig macht? daß zur Schöpfung und Erhals tung, diefes Bundeslandes, so wie es nun ift,' ro viel gethan, fo viel gerungen, so redlich gearbeig tet, so freudig geblutet und mit so wundergleicher Tapferkeit gesiegt worden ist, wie für die Eristenz keines einzigen Landes, in der neuern Geschichte. Alle übrigen Nationen, des heutigen Europa sind das, was sie find, größtentheils durch Zufall, eis nige durch die Geistesmacht überlegener Fürsten ges worden. Die Sdyweiz. als ein Ganzes, verdankt ihr Wesen den bereinigten Kräften ihrer Bürger, das heißt sich selbst.« (u. 1. iv. 6. 22.)

» Das berbündete Schweizerland glänzt von Feinem Namen, der alle andere verdunkelt. Wills Helm Tell: cädte sich wie ein Mann. Die drei Stifter des Bundes schwuren einander einen Eid, den jeder freie Schweizer, Urner und Unterwaldner schon im Herzen geldworen hatte. Rudolf Reding der Alte ohne dessen Rath der Tag bei Morgar. ten vielleicht nicht würde gewonnen seyn; Petermann von Gundeldingen, der Schustheiß vont Lucern, der, als er im Siege bei Gempach sein Leben ausblutete und gefragt wurde, was an die Seinen noch zu bestellen habe, zur Antwort gab, er habe an seine Lucerner Mitbürger zu bes Itellen, daß sie keinen Schultheißen wieder auf ro lange Zeit, als ihn selbst, anstellen sollten, (u. 710 §. 26. 4. 27) alle diese waderen und mit Nainen Deutschl. 48 St.

K

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