Imagens da página
PDF
ePub

Beimörter bezeichnet, und vermittelst derselben fie Eadyen ols Eigenschaften beilegt; Daher henne er denn die Ausürücke: die jesigen Seiten, der i de hie Strieg, der morgende Tag, wahre Barbas rismen. In dein 4ten Nuffage unter den Sprache untersuchungen vom Hrn. Prof. Wagner in Brauns schweig und den 5ten Uufias vom Hrn. Prof. Ló. we idird. diefe Urt von Udjectiven mit Reat it Guk genoinnen und sehr gut verteidigt. Bus gleich sieht man an diesen Beispiele, wie in dieser Edrift felbft, die übereilten Urtheile, dergleichen einigen allzuraschen Berid tigern zuweilen entfab ren, nicht nur nicht gefährlid) find, sondern blog dazu dienen, daß neues Licht über die Sadze vers breitet wird.

Der 'leste Aufias der Sprachuntersuchungen heißt: it'lopstods Bemerkungen über die Wortverein ung, mit Zusagen von Campe. Hier bemerke Hr. Eampe cs mit Recht als eine Lücke in unfter bisherigen Gpradhlehre, daß man für die zusammengefesten Bortot uut die außen Meremale threr Vechtheit und nicht die innern angegeben. Er sellist giebt folder innern Merko male viere an, und entividelt fie mit einem bes kannten Talent aus dein Zwedt aller Zusammen, sesungen. Das vierte Merfinal besteht darin, daj zwei zu verbindende Begriffe vun der Art jena möchten, daß sie Teidht in Einen zusammenfiießen können. Sollte es inoht überflüßig fenn, es in dies Merkmal ausdrücklich mit aufzunehmen, (beriet Hr. Carpe hat es hinzugedacht, wie aus den Brio spielen erhelle,) daß die beiden Begriffe überhaupt verrinbat fenn möchten? Da diese innern Merkur le zugleid, die Regeln für achte, Buufam iuenjegu. gen werden, so würde sid) sogleich ergeben, Waikum hinaufläutern, fortbilden u. Po m. ute ächte Bufruimtenregungen sind. Beide sind von.ora. Campe selbst. lleber hinaufläutern haben wit uns schon erklärt: Brit Forthildung ist in den Gegenurteilen diefes efts Die Nede.

[ocr errors]

hätte das Wort in den Sitet siefer Sdrift' braus chen wollen, und verwirft es nadier wieder, je: doch nicht aus diesem sehr einfachen Grunde. În der Forge werden die (graumatisthen) Regeln. nain welcheri unsre Spradié zusammengeferte Wör: ter bildet, zum Theil mit Iflopstocks Worter, an: gegeben. Wir sollen wohl lieber fagen, mit flop? ftocks Wörtern, denn sie sind oft in ganz andere Verbindungen gestellt, und daher ersdeinen hier eie nige Aussprüche als Klopstod[de, die man in seís nen Gesprächen wirklich nicht findet. Sehr ungern bemerken wir diese Seite an dem übrigens (dyäß: baren Püffás. Zwar sagt Hr. Campe, das es seine Absicht gewesen, aus der did)terischen Eintleis dung in die Sprache des gemeinen Lehrvortrags zu überfegen, und aus Silopstods Bemerkungen den reinen Ertrag als treuer Verichterstattet auszuzies hen. Utlein dies ist ein migliches Geldrift und bei der Vergleidung findet sich, daß ihm einige Abweichungen von der Regel, die er sich selbst uuri geschrieben hatte, entfahren sind.

6. 134 frägt Hr. Campe, watuin wir in Res ch en kunst den ganzen Ableitungslaut en beibchol. ten, da wir doch nid)t Brechen mittel, sondern Sredimittel fagen. Wir antworten: in Redens kunst, Rechenbret, 3 eid en kunst ist der Ub: leitungslaut wirklid) nidt beibehalten, denn mit Beibehaltung dieses Lauts niußten wir sagen: Nechy nenkunst, Zeichnenkunft. Ninn würden wir freilich nach Wegwerfung des en sagen und dyreiben: Rechn kunst, Zeidyn kunst. Weil aber keine menfchliche Zunge in dieser Folge von Buchstaben unmittelbar doim zum n jübergehen kann, son: dern fich ganz unwillkührlid das in der Ableitung shon da gewesene e (zeichenen von Zeichen) wie's der einschiebt, so sind wir ja wohl berechtigt, obio ge Substantive so zu sihreiben.

S. 176. Die Zusammensebungen: ohnbe. rührt, ohnbelówert, ohnbefugt, ohnftrein tig, die hier bertheidigt, und von unberührt u

[ocr errors]

r. w. dem Sinne nach unterschiedek toerden, hals ten wir für unzuläßig und sprachwidrig.

6. 179 wird die Wortfügung Mich diolt verworfen, und mir dü nkt an die Stelle gefegt: Wollten wir aber auch den Uusdrud verwerfen: Dünkę dich nidht zu flug? Wir glauben, daß er Sprachähnlichkeit für sich hat, und irenn das ist, müßten wir nicht mich dünft auch beibes halten?

Wir, müssen abbrechen, und wiederholen nur nod) den Wunsch, daß es unsrer Leseweit gefallen inöge, die Fortsetung dicser Gdrift möglich zu mo chen, In diesem Fall läßt fich erwarten, daß nicht allein die Regeln für die Bildung der zusammens gejezten Wörter noch vollständiger angegeben wer: den, sondern auch daß für die Bildung der Wöre ter überhaupt durch alle Klassen, Regeln aufgea stellt werden, und die wahre Bedeutung der de leitungssylben festgesetzt werden. Es ist freilicon kein leichtes Geschält, die meist nur dunkel em pfundenen Sprachähnlichkeiten auf deutlide Bes griffe zu erheben. Sehr viele Leser werden Ause drücke, wie folgende: Entfagung der Bequem lichkeiton, Ub helfung der Mißbraucht, Throngelan.gung, u. f. w. die man bei vieles unsrer Schriftsteller findet, mißbilligen; aber niớt viele werden sich die Gründe. Dazu entwideln for

Die Mitarbeiter, an dieser Schrift haben hinreidend gezeigt, daß sie diesem Geschäfte dole kommen gewadsen sind,

pen.

[ocr errors]

2) Luise, Ein ländliches Gedicht in drei

Idyllen, bon Jobann Heinrich Bob
Königsberg MDCCXCV. Bei Friedrich
Nicolopius.

Nurcin Mann pon hoher Einfalt und Reinheit

des Herzens und ächt deutschen Biedersinn, der selbst vertraut mit der Tiatur lebt, und im Streise guter underdorbner Naturmenschen die reinen Freuz den des häuslichen Lebens in vollen Zügen (genos, sen und in allseitiger herzlicher Theilnahme in rus higsten Bewußtsenn hundertfach wiedergenoffen hat, den das bunte Weltgewirre mit al feinein armseli. gen Prunt' und feiner übertünchenden Schminke teinen Augenblick irren kann nur ein foliher Mann konnte ein fo herziges, die reinste Unsduld und Liebe durchaus athmendes Gedidyt erfinden und es aus seinein Jinern so darstellen, als mare das Ganze Zug vor Zug treu nadh dem Leben kopírt.

Nur ein achtér tünstier konnte seiner Darstel: lung bei aller holen Tisturivahrheit eine so reine, vollendete Funstform geben, daß dasselbe Gedint die strengste Anforderung der höchsten Stritif lo ganz befriedigen, in all seinen Theilen die lette Bollendung erhalten und doch zugleich für den üns befangensten tunftlosesten Naturmenschen durchaus genießbar werden konnte. Denn wie auch bei man: chem einzelnen Verre, der von Amtswegen dentsche Kritiker auf den ersten Unblic stügen mag, 10" ist doch mit gutem Grunde zu behaupten und mit der Erfahrung zu bewahrheiten, daß, wenn dieses Ges didyt redyt vorgelesen wird und daß dürfen Ver: se doch als erste unumgängliche Bedingung for: bern – jeder Penfeh, jedes einigermaßen zur Auf merksamkeit gelöhnte Fiind es durdhaus fassen, und in den sich so rein, fo bestiinint abdrüc&enden Bildern die frohefte Behaglichkeit genießen wird.

O daß diele, įung und" alt, dieses seiner in: nern und äußern Natur nach so reine humane Ges dicht oft in frohen Familienkreisen for refert, und lesen hören mögen und mit froh erschlossenem Ger müthe die innre Reinheit und Würde. der Charak: tere und Gesinnungen beherzigen und zu eignem Leben in sich verarbeiten mögen. Daß doch vielen; glüdlichen Vätern und Müttern : Trine Wonne

[ocr errors]

4.
durchschauern mögë, wenn sie leren, 'wie innig dee
chrwürdige Pfarrer von Grünau seiner trauten Luis
fe fich freut:
Ja, du geliebte Déu ier, id bin auch fröhlidy! ro frö.

Γιά,
Uis die fingenden Vöger im Wald bier, oder das Eid.

born,
Weldjes die luftigen Zweige durchbüpft, um die Jun

4. gen im Lager! Uchtzehn Jahr sind es heute, da rdzenite mir Gott mein

geliebfes, geßt mein einziges Kind, so berstündig und fromm und

geborsam! Wie doch die Zeiten entflicht! Zehn kommende Jahre,

wie weithin Dehnt fid, der Sidum por uns! und wie schwindet er,

wenn wir zurüdlehn! Gestern erst gerah es, lo deucht es mit, als iš in

Garten
Ging, und Blätter zerpflüđe, und betete; bis nun auf

Einmal
Fröhlich die Botschaft tam: Ein Töchterden ist uns

gebobteni!
Manchés beschied seitdem der Umäətige, Gutes und

Boses,
Hud das Böse war gut! Denn Seine Snad ift up

endlich!
Dcißt du, Frau, wie es einft nach langer Dürre gti

regnet Und ic), Luis* auf dem, Urme, mit dir in der Frisbe

des Sortens Uthmend gieng; wie das Kind nach dem Regenboget

emporgrif,
Und mid (küßte: Papa!: da regnet es Blutaen som

Himmel!
Streut die der liebe Gott, damit wir Kinder e fast

mein ?

« AnteriorContinuar »