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daß ich mich immer weiter von ihnen entferne, je eifriger ich in dem allgemeinen Wettlaufe dem Ziele zutreibe, das Thorheit oder Eigennutz den verblendeten Wettrennern auf der verkehrten Seite der Bahn gesteckt hat.

Wollt ihr aber die zahllosen Jrrthümer und Vorurtheile, die regellosen Neigungen, die ihr bei solcher ehrlichen Nachforschung in eurem Innern festgenistet und häuslich eingewohnt finden werdet, ganz erkennen und von ganzen Herzen verachten lernen, so müßt ihr jeder heuchlerischen Entschul

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sagert. Wehe dem, der in der Scheinheiligkeit einen Deckmantel für seine innre Häslichkeit, in den Glauben an die allgemeine Schlechtheit und Verkehrtheit der menschlichen Natur seine Rechtfertigung zu finden glaubt ! Besser wär' es ihm, er wäre den gemeinen Weg des Fleisches fortgegangen. Was half es dem armen Genfer, daß er die unedelsten Erze aus seinen Innern zu Tage förderte, um seine Polierkunst daran zu üben? hat er sie zu edlen Metallen umgewandelt? Welchen unbefangenen Mann, den die muthwilligen Leiden des Unglücklichen nicht mehr täuschen, bei dem nicht eigne Schwachheit oder Schlechtheit wohnet, die gern eine geheiligte Freistäte im Schutze des eitlen

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