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form), 10 Copepoden (meist pluriform), 5 Siphonophoren (meist Calyconecten), 2 Diatomeen (multiform). Nur je einmal wurde das prävalente Plankton aus folgenden 8 Gruppen gebildet: 1 junge Fische (uniform), 1 Fischeier, 1 Thalamophoren (meist Globigerinen), 1 Schizopoden (pluriform), 1 Daphniden (Evadne), lNoctiluken (uniform), 1 Copelaten (mehrere Appendicarien-Arten) und 1 Astrolarven (mehrere verschiedene Echinodermen-Larven). Beispiel: Prävalentes Salpen-Plankton aus dem Südatlantischen Ocean: Salpa (uniform) 83 Pct., Crustacea diversa 8 Pct., Sagitta 4 Pct., Radiolarien 3 Pct., Mikroplankton 2 Pct.

III. Polymiktes Plankton. 53 Fänge. Die Masse des Plankton ist aus vielen verschiedenen Formen oder Formengruppen dergestalt zusammengesetzt, dass keine einzige derselben die Hälfte des ganzen Volumen erreicht; höchstens kann eine einzelne Art oder Artengruppe bis zu 49 Procent betragen. Gewöhnlich ist das polymikte Plankton (im Durchschnitt!) multiform, und so zusammengesetzt, dass die grössten Procent-Sätze (20-49) verschiedene Crustaceen bilden, und unter diesen überwiegend die Copepoden. Darauf folgen meistens die Sagitten (15—3O Procent), dann die Salpen (10—40 Procent), die Radiolarien (5-45 Procent) und die Cnidarien (5-49 Procent); in geringeren Quantitäten betheiligen sich meistens an der Composition die übrigen, oben angeführten Gruppen. Selbstverständlich ist die Zusammensetzung des polymikten Plankton höchst mannichfaltig, um so verschiedenartiger, je mehr verschiedene Arten, Gattungen und Familien daran Theil nehmen. Beispiel: Pol ymiktes Radiolarien - Plankton aus dem Süd-Indischen Ocean: Radiolaria diversa (multiform) 42 Pct., Crustaceen (pluriform) 25 Pct., Siphonophoren 17 Pct., Pteropoden 6 Pct., Sagitta 5 Pct., Oscillatoria 4 Pct., Mikroplankton 1 Pct.

IV. Pantomiktes Plankton. 21 Fänge. Die Masse des Plankton ist aus sehr zahlreichen verschiedenen Arten, Familien und Classen ä us s e r s t b u n t zusammengesetzt, dergestalt, dass selbst eine kleine Probe desselben gewissermaassen ein M i n iat ur- Bild der generellen Pla nkton-Composition überhaupt darstellt; alle oder doch die meisten darin überhaupt vorkommenden Formen- Gruppen sind durch eine oder mehrere Arten vertreten; keine überwiegt an Volumen die anderen bedeutend. Gewöhnlich er

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reichen selbst die dominirenden Formen-Gruppen im pantomikten (oder omniformen) Plankton nur ein oder zwei Zehntheile. Ich trenne diese besondere Hauptform des pantomikten (omniformen) vom polymikten (multiformen) Plankton ab, weil sie eine höchst characteristische und interessante Composition bildet; sie findet sich nur in den wärmeren Meeren, meistens in der Tropen-Zone. Es gehören hierher jene wunderbaren und äusserst formenreichen Plankton-Modificationen, welche ich in meinem Challenger-Report 1887 als „Mira-Praparate“ bezeichnet hatte. Beispiel: Pantomiktes Plankton aus dem äquatorialen Atlantik: Crustacea (vieler verschiedener Gattungen und Arten) 19 Pct.‚ Sagitta 17 Pct.‚ Radiolaria (multiform) 16 Pct.‚ Salpa 14 Pct.‚ Siphonophora 12 Pct.‚ Medusae 8 Pct.‚ Alciope 5 Pct.‚ Globigerina 4 Pct.‚ Fischeier 3 Pct.‚ Mikroplankton 2 Pct.

Die Vertheilung der 33 verschiedenen,’ vorstehend aufgeführten Hauptformen des Plankton, wie sie in den 404 Fangen der HnunoRrFschen Sammlung vorliegen , erläutert die vorhergehnde Tabelle. Die eingehende Beschreibung derselben und die Angabe ihrer besonderen Zusammensetzung nach VolumenProcenten der einzelnen Formen behalte ich einer grösseren Arbeit vor. In dieser werde ich zugleich die Einwände widerlegen, welche im Laufe der beiden letzten Jahre von HENSEN und seiner Kieler Schule gegen meine Plankton-Studien (1890) erhoben worden sind. Die planktologischen Thatsachen, welche sich aus dem vergleichenden Studium der reichen Hannonrfschen Sammlung ergeben, liefern eine glänzende Bestätigung meiner Ansichten, und eine volle Widerlegung der Hnnsnrfschen Theorien.

Die Tabellen, in denen ich die höchst mannichfaltige Zusammensetzung der 404 Plankton-Fange von Hmunonrn zifiernmässig darthun werde, dürften an sich schon für die Entscheidung der schwebenden Plankton-Fragen einen sehr hohen empirischen Werth besitzen. Sie gewinnen aber noch dadurch eine besondere Bedeutung, dass Herr Capitan HENDORFF über seine 532 PlanktonZüge ein sehr sorgfältiges und vollständiges Journal geführt hat. In diesem ausgezeichneten planktologischen Journale ist bei jedem einzelnen Fange nicht allein Zeit und Ort genau angegeben (Datum und Tageszeit, geographische Lange und Breite), sondern auch die Temperatur von Wasser und Luft, die Beschaffenheit des Meeres und des Wetters, sowie die besonderen Erscheinungen, welche diesem ausgezeichneten und gewissenhaften Beobachter dabei auffielen.

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Wenn ich hier schon Herrn Capitain HENDORFF für diese seine wissenschaftlichen Verdienste meinen aufrichtigen Dank abstatte, so muss ich denselben nicht minder Herrn A. POPPE entrichten, dem Besitzer dieser höchst werthvollen Pl.-Sammlung. Indem mir derselbe ihre volle Benutzung in liberalster Weise gestattete, lieferte er mir die erwünschten Mittel zur Förderung und partiellen Lösung jenergrossen planktologischen Probleme, welche seit 38 Jahren einen Lieblingszweig meiner biologischen Studien bilden, den Grundlagen meiner vor zwei Jahren veröffentlichten „Plankton-Studien“.

Frommannsche Buchdruckerei (Hermann Pohle) in Jena. " 1066

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