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kann, und haben daher auch nicht das Recht, solche Zellen oder Flecke als „primitive Sehorgane“ zu bezeichnen.

Damit soll aber durchaus nicht geleugnet sein, daß im Laufe der Stammesgeschichte der Tiere komplizierte Augen aus einfachen Pigmentzellen sich herausgebildet haben können. Es ist vollkommen richtig, wenn HAECKEL in seinem Vortrage „über Ursprung und Entwicklung der Sinneswerkzeuge“ (Gesammelte populäre Vorträge, Heft 2, p. 153) sagt: „In ähnlicher Weise, wie der Hörsinn des Ohres aus dem Tastsinn der Haut, hat sich der Lichtsinn des Auges aus dem Wärmesinn der Haut hervorgebildet.“ Nur darf man dabei nicht außer Acht lassen, daß die Pigmentzelle oder der Pigmentfleck —— der Sitz der Wärmewirkung — eine durchgreifende histiologische Umwandlung erfahren haben muß, oder aber, was mir wahrscheinlicher dünkt, daß gegen Licht indifferente Partieen in der nächsten Umgebung des Pigmentes sich zu Licht perzipierenden differenziert und dabei die ursprüngliche Funktion des Pigmentes unterdrückt haben.

Wunderlicherweise betrachtet WILLEM in seiner angeführten Arbeit die bekannten Erscheinungen des Heliotropismus der Tiere als „perceptions dermatoptiques“. Seine oben wiedergegebenen Worte lassen keinen Zweifel darüber, daß er den Heliotropismus als eine Äußerung optischer Wahrnehmungen auffaßt. Das ist ganz irrig. Das, was JOHANNES MÜLLER über die angebliche Lichtempfindung durch die Haut gesagt hat, trifft voll zu auf den Heliotropismus, der, wie übrigens auch FOREL nachgewiesen hat, nur als Ausdruck der Empfindungen von Warm und Kalt und damit auch als der Ausdruck individuell verschiedener Lust- und Unlustgefühle zu gelten hat, keineswegs aber auf optische Eindrücke zurückzuführen ist.

Erklärimg der Abbildungen.
Tafel I—VII.

Die Figuren 34 und 35 sind mit der freien Hand entworfen, Fig. 54 ist eine Kopie, alle übrigen sind mit der Abbe’sehen Camera gezeichnet.

Es bedeutet: e. äußere, i. innere Seite; pr. proximale, da‘. distale Fläche; cu. Epicuticula; md. Mucindrüsen bez. Mucinmassen; gd. Giftdrüsen bez. Giftmassen; fz.F1.smM1ne’sche Bindesubstanzzellen; m. Muskelfasern.

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Fig. 1. Mittelfalte von Cardita sulcata. Vergr. 325; Bismarckbraun.

Fig‚ 2. Randwulst von Cardita sulcata. Vergr. 325; EunLIcE-Bronnfsches Gemisch; be. Becherzellen.

Fig. 3. Außenfläche von Cardita sulcata. Vergr. 325; gefärbt wie Figur 2.

Fig. 4. Schnitt durch den Mantelrand von A starte fusca. Vergr. 115; Indigkarmin-Boraxkarmin; ad. acinöse Drüse; zd. zusammengesetzte Drüse.

Fig. 5. Acinöse Drüse von Astarte fusca. Vergr. 1000; gefärbt wie Fig. 4.

Fig. 6 und 7. Dreissensia. polymorpha.

Fig. 6. Längsschnitt einer Siphopapille. Vergr. 420; OrangeHämatoxylin; pi. Pigmentzellen; sz. Sinneszellen; x. Giftmassen im Epithel.

Fig. 7. Epithel der Außenfläche des Mantelrandes. Vergr. 400.

Fig. 8—25. Gardiidae und Glossidae.

Fig. 8. Außenfläche des Atemsipho von Cardium edule. Vergr. 400; Orange-Hämatoxylin.

Fig. 9. Innenfläche des Atemsipho von Cardium edule. Vergr. 1000; Orange-Hämatoxylin; M’. homogene Körper.

Fig. 10. Innenfläche des Atemsipho von Cardium edule. Vergr. 325; Orange-Hämatoxylin,

Fig. 11. Innenfläche des Atemsipho von Cardium edule (Papillarregion). Vergr. 325; Enmmcrr-Bronnfsches Gemisch.

Fig. 12. Schnitt durch die Wendung des Atemsipho von Cardium edule. Vergr. 325; Orange-Hämatoxylin; pd. acinöse Pigmentdrüsen.

Fig. 13. Acinöse Pigmentdriise (pd) von Cardium edule. Vergr. 375; Safranin; bei o: Mündung derselben.

Fig. I4. Aeinöse Pigmentdrüse von Oardium edule. Entworfen bei Zeiß 2 F; Detail gezeichnet bei Zeiß homogener apochro

mat. Immersion 1%, Okular 8; Indigkarmin-Boraxkarmin.

Fig. 15. Siphopapille im Längsschnitte von Cardium edule. Vergr. 325; Safranin; so. Seitenorgan; gz. Ganglienzellen.

Fig. 16. Augenpapille im Längsschnitte von Gardium edule. Vergr. 200; Bismarckbraun; pi. Pigmentzellen; s. Septum; z. helle Zellen; gz. Ganglienzellen.

Fig. 17. Augenpapille im Längsschnitte von Gardium edule. Vergr. 790; ErmLIen-Blorrnfsehes Gemisch. Bezeichnungen wie Fig. 16.

Fig. 18. Augenpapille im Längsschnitte von Cardium edule. Entworfen bei Zeiß 2 F; Detail bei Zeiß homogener apochromat. 1mmersion 5%), Okular 8; Hämatoxylin; so. Seitenorgan; die übrigen Bezeichnungen wie Fig. 16.

‘Fig. 19. Augenpapille im Querschnitte von Oardium edule. Vergr. 420; Gentiauaviolett; Bezeichnung wie in Fig. 16.

Fig. 20. Sipho-Außenfalte von Gardium edule. Vergr. 325; Orange-Hämatoxylin; lzk. homogene Körper.

Fig. 21. Heller Fleck des Mantelrandes von Gardium edule. Vergr. 325; Orange-Hämatoxylin; be. Becherzellen.

Fig. 22. Querschnitt einer Siphopapille von Cardium oblongu m. Vergr. 200; Hämatoxylin; zd. Drüse; n. Nerv.

Fig. 23. Drüse aus einer Siphopapille von Gardium oblongum. Vergr. 1000; Bismarckbraun.

Fig. 23. Sipho-Innenfläche von Cardium oblongum. Vergr. 325; Bismarckbraun.

Fig. 25. Randwulst von Cyprina islandica. Vergr. 325; Enaucn-Blonnfsehes Gemisch.

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Fig. 31. Außenfläche des Analsipho von Venus gallina. Entworfen bei Zeiß 2 F, Detail bei Zeiß homogener apochromat. Im

mersion 1%), Okular 8; Indigkarmin-Boraxkarmin; sz. Sinneszellen. Fig. 32. Siphopapille im Längsschnitte von Tapes decuscata. Vergr. 1000; Orange-Hämatoxylin; so. Seitenorgan; sz. Sinneszellen. Fig. 33. Sipho-Außenfläche von Tapes decussata. Vergr.

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Fig. 34. Siphopapille von P sa m m o b i a v e s p e r ti n a ‚ frisch untersucht. Vergr. 325; d. die dreiteiligen Sinnesorgane.

Fig. 36. Dreiteiliges Sinnesorgan von P s a m m o b i a v e s p e r ti n a , Mazerationspräparat. Vergr. 790.

Fig. 36. Querschnitt durch den Atemsipho von P s a m m o b i a v e s p er t i n a. Vergr. 14; so. Organe der Seitenlinien ; n. Nervenstämme.

Fig. 37. Organ der Seitenlinien von P s am m o b i a v e s p er tin a. Entworfen bei Zeiß 2 F, Detail bei Zeiß homogener apochro

. 2,0 - - .. mat. Immerslon m, Okular 8. Chromosmlumessigsaure-Holzessig; so.

Seitenorgan; I1. Sinneshaare (zerstört); sz. Sinneszellen; gz. Ganglienzellen; n. Nervenfasern.

Fig. 38. Längssehnitt durch eine Siphopapille von D o n a x t r u n c u 1 u s. Vergr. 200. Orange-Hämatoxylin.

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äußeren Reihe von Lyonsia arenosa. Vergr. 790; Eosin-Hämatox lin.

y Fig. 48. Schnitt durch das Septum der Siphonen von Lyonsia arenosa. Vergr. 200; Errnnron-Brorrnfsches Gemisch; bs. Branchial-, es. Kloakensipho; br. Branchialraum.

Fig. 49. Innenfläche des Atemsipho von Mactra stultorum. Vergr. 325; Bismarckhraun.

Fig. 50. Teil eines Schnittes durch den Mantelrand (ventrale Fläche) von Mya arenaria. Vergr. 325; Bismarckhraun; b. Bindesubstanz; die Epicuticula ist entfernt.

Fig. 51. Epithel der Außenfläche des Mantels von Mya arenaria. Vergr. 585; Orange-Hämatoxylin.

Fig. 52. Branchiale Fläche des Mantelrandes von Mya arenaria. Vergr. 1000; Orange-Hämatoxylin; lzk. homogene Körper.

Fig. 53. Mucindriise am Fußschlitze von Mya arenaria. Vergr. 325; Indigkarmin-Boraxkarmin; mdl. Mucinmassen zwischen den Epithelzellen.

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Fig. 54. Leuchtorgane von Pholas dactylns, Kopie nach PANOEBI. a. Organe des vorderen Mantelrandes; b. die dreieckigen Organe; c. die siphonalen Organe.

Fig. 55. Schnitt durch die lichtempfindliche Pigmentregion der Sipho-Außenwand von Pholas dactylus. Entworfen bei Zeiß 2 F, Detail bei Zeiß homogener apochromatischer Immersion f? Okular 8.

Die Einzelheiten der Muskelfasern m. in der Nähe des pigmentierten Epithels sind nach einem in Orange-Hämatoxylin gefärbten Präparate hineingezeichnet; man sieht dieses Detail nicht in Alaunkarminpräparaten, nach deren einem die Figur gezeichnet ist. Hierin treten aber die Sinneszellen sz. und ihre Nervenfäden nf. klarer als sonst hervor.

Fig. 56. Querschnitt durch die Siphonen von Pholas dactylus. Vergr. 7; Bismarckhraun; bs. Branchial-‚ cs. Kloakensipho; l. Leuchtorgane; ep. Wimperepithel der gegenüberliegenden Seite; n. Nerven; g. Gefäße; m1. Retractor-, m2. Constrictorfasem.

Fig. 57. Siphonales Leuchtorgan von Pholas da ctylus. Vergr. 265 ; Orange-Hämatoxylin.

Fig. 58. Epithel und Drüsen der den siphonalen Leuchtorganen gegenüberliegenden Stelle von Pholas dactylus. Vergr. 325; Orange-Hämatoxylin.

Fig. 59-65. Epicuticulabildung.

Fig. 59. Arca Noae. Entworfen bei Zeiß 2 F, Detail bei Zeiß homogener apoehromat. Immersion 1%, Okular 8. Boraxkarmin.

Fig. 60. Arca barbata. Vergr. und Färbung wie Fig. 59; pi. Pigmentepithel; ep. Epicuticulaepithel.

Fig. 61. Mytilus edulis. Vergr. wie Fig. 59; 61a. ep. Epicuticulaepithel; 61 b. ep. Epicuticulaepithel; x. parallele Streifung;

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