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Kurz nachdem der Facialis den Trigem. gekreuzt, bei einigen Exemplaren schon vorher, bildet er ein lang gestrecktes, spindelförmiges, plattes Ganglion (z, Fig. 19. 21)*"), das erst im Niveau der vordem Bulbuscircumferenz endet. Der Nerv schlägt sich hierauf über die 1. Portion des Basilaris aus der Orbita unter das Integument des seitlichen Kopfabschnitts, um hier zahlreiche, zum Theil nach rückwärts steuernde Hautästet7) abzugeben, die sämmtlich oberflächlicher liegen, als die benachbarten des Ophthalmicns und des Hautastes vom Ram. ext. Trig. Der vorderste Endzweig verbindet sich constant mit einem Zweige des Ophthalmicus t(s. d.).

Schema der Muskelinnervation.

1) Oculoinotorlus.

Rectus superior (N. 1).

Rectus anterior (internus) (N. 4).

Obliquus anterior (inferior) (N. 5).

2) Trochlearis.

Obliquus posterior (superior) (N. 6).

3) Abducens.

Rectus posterior (externus) (N. 2).
Rectus inferior (N. 3).

4) TriffemintiN.

I. Ophthalmicns.

Sensibel.

II. Maxillarls.

A. Ramus externus.

Spinoso-semiannularis anterior (N. 9).
Spinoso-semiannularis posterior (N. 10).
Spinoso-copularis (N. 11).
Basilaris (N. 14).

26) Von Born Übersehen, von Schlemm U. D'alton als „eigentümliches bandartig plattes Geflecht" bezeichnet. — Die mikroskopische Untersuchung lässt zahlreiche Ganglienzellen erkennen.

27) Born lässt den Facialis im Schwimnunuskel enden.

B. Ramus internus.
Annularis (N. 7).
Annulo-glossus (N. 8).
Semiannularis (N. 12).
Hyomandibulari-semiannularis (N. 13).
Hyo-hyoideus anterior (N. 15).
Hyo-hyoideus posterior (N. 16).
Hyo-branchialis (N. 17).
Hyo-glossus (N. 18).
Hyomandibulari-glossus (N. 19).
Copulo-glossus rectus (N. 20).
Copulo-glossus obliquus (N. 21).
Branchio-glossus (Longitud. linguae.) (N. 22).
Lingualis proprius (N. 23).
Tendino-glossus (N. 24).
Velo-pharyngeus (N. 25).
Velo-hyomandibularis internus (N. 26).
Velo-hyomandibularis externus (N. 27).
Pharyngeus (N. 28).
Pharyngeus posterior (N. 29).

». Facialis.

Sensibel.

13. Vergleichender* Tlieil.

§ l

Augenmuskeln.

Der Rückbildung der Augen der Myxinoiden entspricht ein gänzlicher Schwund ihrer Bewegungsorgane und deren Nerven. Bei Petromyzon und Ammocoetes') bestehen 4 Recti.und 2

1) Durch meine Untersuchungen der Kopfmuskulatur von Ammocoetes habe ich grösstentheils nur die Angaben Rathke's bestätigen können. Es beschränkt sich hier die Muskulatur, welche nach Abtrennung des Seitenrumpfmuskels am Kopf sich darbietet, abgesehen von den Muskeln des äussern Kiemengerüstes auf die Muskulatur der beiden „Lippen", den Schlundschnürer, die Muskulatur des Obliqui*) von denen diese durch ihren oberflächlichen Ursprung vor jenen ausgezeichnet sind. Ein gleiches Verhalten finden wir bei den Fischen, wo die schiefen Augenmuskeln nahe dem Orbitalrande, die geraden in dem Grunde der Augenhöhle oder in einem in dieselbe mündenden Knochencanale unterhalb der Schädelbasis ihren Ursprung nehmen3).

Die Innervation der Augenmuskeln anlangend besteht bei den Petromyzonten (s. d. Innervationsschema § 5, am Ende) die Eigentümlichkeit, dass, während der Oculomotorius der Fische sämmtliche Augenmuskeln mit Ausschluss des Rect. ext. und Obliq. sup. versorgt, hier der Rect. inf. nicht vom Oculomotorius, sondern vom Abducens innervirt wird, so dass also der Abducens 2 Augenmuskeln versorgt. Dieses Verhalten ist vielleicht dahin zu deuten, dass der Rect. int. den vereinigten Rect. int. und Rect. inf. entspricht4) und dass in gleichem Maasse, wie diese beiden Muskeln sich späterhin in 2 gesondert, der Rect. inf. mit dem Rect. ext verschmolzen, einen einzigen durch den Abducens innervirten Muskel vorstellend.

Aehnlichen Abweichungen vom allgemeinen Innervationsschema begegnen wir bei den Urodelen, speziell bei Salamandra und Triton, wo der Oculomotorius neben dem Obliq. inf. nur den Rect. int. und inf. versorgt, während der Nerv für den Obliq. sup. auch den Rect. sup. innervirt.

Schlundsegels und die Augenmuskeln (von Kathke nicht angeführt). Letztere, äusserst unansehnlich und zart, schienen mir nach Lage und Verlauf von deneu der andern Petromyzonten keine nennenswerthe Abweichung darzubieten. Die Augenmuskelnerven sind mir in der relativ dicken Lage schwarzen Pigments, welche die Innenfläche der Urbita auskleidet, vollständig entgangen, ebenso der Facialis. Den Trigeminus glaube ich in stark reducirtem Zustande in Form eines dünnen Fadens wiedergefunden zu haben, welcher sich zum Theil in dir Lippen- und Pbarynxmuskulatur, so wie in den Schlundsegelapparat verlor (s. u.).

2) lieber die Deutung der Obliqui vou Petromyzon siehe § ö, Aum. 2.

3) Diese und spätere Angaben über Muskeln und Nerven der Fische stammen last ausnahmlos aus Stannu S' Handbuch der Anatomie der Wirbclthiero und s. peripherischen Nervensystem der Fische.

4) Dafür spricht auch die constaut beobachtete Innervation des Kect. int durch 2 Zweige des Oculomotorius in welche derselbe ;schon vor Kintritt in den Obliq. inf. zerfällt (s. Fig. 19).

§ 2.

Trigeroinnsgruppe').

1) Rani, ophthalmicus. Während der Ophthalmicus von Bdellostoma und den Petromyzonten in Uebereinstimmung mit dem Verhalten bei allen übrigen Wirbelthieren über den Opticus hinwegtritt, verläuft er bei Myxine unter demselben. Der Schlüssel zur Erklärung dieser scheinbar einzig dastehenden Anomalie giebt die Beobachtung, die ich an mehreren Exemplaren von Myxine gemacht, dass nämlich der Ophthalmicusstamm unter dem rudimentären Bulbus bei einem Exemplar sogar an der äussern Fläche desselben gelagert sich darbot, ein Verhalten, das bei Bdellostoma bereits so weit gediehen, dass der Ophthalmicus den Bulbus resp. den Opticus überlagert hat. Jedenfalls entspricht der Opticus sammt Baibus, als der Wanderung fähig, einer spätem Bildung als der Trigeminus. —

Der Ophthalmicus der Myxinoiden führt motorische Elemente (vergl. die Muskelinnervationsscheniata von Myxine und Petroliiyzon, ?; 3 und 5 am Ende), welche bereits den Petromyzonten abhanden gehen (vergl. dag. die Angaben Schlemm's und D'alton's über den Ophthalm. § 5, Anm. 10 u. 12), so dass der Ophthalmicus aller übrigen Wirbelthiere nur sensible Elemente besitzt.

Die vom Ophthalmicus innervirten Muskeln der Myxinoiden sind Muskeln des Nasenrohrs und Tentakelkranzes, die bei den Petromyzonten ausgefallen sind. Die Innervation von Muskeln des Tentakelkranzes durch den Ophthalmicus gegenüber jener der Vorknorpelmuskeln von Petromyzon durch den Maxillaris verbietet, Tcntakelkranz der Myxinoiden und Vorknorpel der Petromyzonten als homologe Bildungen anzusprechen.

Merkwürdiger Weise erhält auch der Palato-ethmoidal. superfic. einen Zweig vom Ophthalmicus, während der profund., ebenfalls ein Muskel, der einen Schädelabschnitt mit einem Derivat des Kieferbogens verbindet, vom Maxillaris innervirt wird. Es wäre denkbar, dass der Ursprung des Muskels, der mit einer Por

1| In diesem Paragraphen sind die sensibeln Elemente des Trigeminus und Facialis mit berücksichtigt. Aus diesem Grunde bin ich bei der Feststellung der Homologien von Muskeln, anstatt Muskclgruppen zusammenzufassen, von den Nerven ausgegangen, deren Homologie ich zu einem grossen Theile sowohl innerhalb der Cyclostomenabtheilung als auch ausserhalb derselben mit in den Bereich meiner Betrachtungen ziehen musste.

tion bei Myxine das Cranium betrifft, ursprünglich auf den Schädel beschränkt gewesen und mit seiner voluminöseren Entwickelung allmählig auf die benachbarte Gaumeiileiste übergegriffen, ein Verhalten, das bei Bdellostoma dahin geführt, dass der Muskel ausschliesslich von letzterer entspringt.

Was die sensibeln Elemente des Ophthalmien anlangt, so müssen die beiden Rami cutanei sup. und die Endfortsetzung des Ophthalmicus der Myxinoiden als Aequivalente des llauptstammes des Ophthalm. der Petroiuyzonten beurtheilt werden. Die Verbindung eines seiner untern Aeste mit der Endfortsetzung des Facialis übernimmt bei den Myxinoiden der Kam. cut. sup. post. Aehnliche Verbindungen mit den sensiblen Zweigen des Facialis bestehen bei den Fischen, welche den Ophithalm. bald aus 2 gesonderten Strängen, bald aus einfachem Stamm bestehend aufweisen.

Der Rani, nasal, der Myxinoiden findet sich bei Petromyzon wieder, aber entsprechend der Rückbildung des Kasenrohrs in bedeutend reducirtem Zustande. Er wird bei keinem übrigen Wirbelthier vermisst.

Ausserdem finden sich bei Petromyzon einige unansehnliche Aestchen, welche am vordem Umfang der Orbita vom Ophthalmicus entspringend zum Theil dorsalwärts bis ins Integument dringen und jedenfalls als Homologa der Rr. frontales der Fische zu beurtheilen sind. Myxine weist sie noch nicht auf.

Ciliarnerven gehen den Cyclostomen ab.

2) Raums maxillaris Trig. und Facialis2).

A. Yergleichung innerhalb der Cyclostomenabtheilung.

1) Maxillaris.

Bei Myxinoiden wie Petromyzonten ist der Rani, maxillaris vom Ophthalmicus durch den Arcus subocularis geschieden. Bei Beiden zerfällt er in einen Rani. ext. und Rani. int.

Bei den Myxinoiden innervirt der Ram. ext des Maxillaris fast sämmtliche Muskeln des Kieferbogens (s. u. Facialis), ausser

2) Die Umbildungen, die der Ram. maxill. Trig. u. Facialis der Cyclostomen in Anscbluss au die zahlreichen eigenartigen birlorenzirungen der Muskeln des Viseeralskelets, namentlich des Zungenbeinbogeus eingegangen, sind so beträchtlich, dass an eine sofortige Yergleichung der Nerven und ihrer Muskeln mit den Fischen nicht zu denken war. Vielmehr erschien es nothwendig, zunächst durch den Vergleich innerhalb der Cyclostomenabtheilung einige gemeinsame Charactere zu sondern, die eher eine Feststellung von Homologien mit den Fischen, besonders einigen Selachiern, gestatteten.

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