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rius8), um in einen oberflächlichen stärkeren und tiefen schwächeren Zweig zu zerfallen.

1) Ramus superficialis (8, Fig. 4). Ziemlich kräftiger Nerv, der sich nach Vereinigung der beiden Köpfe auf die dorsale Fläche des Palato-coronarius schlägt, einen nach unten und vorn verlaufenden Muskelzweig an den Copulo-palatinus abgiebt und nach innen vom vorder n Gaumenleistenfortsatz und seinen Muskeln vorwärts läuft, unter den Tentacularis post. gelangt und hier in eine schwankende Zahl (2—4) von Endzweigen zerfällt, die im 2. und 3. Tentakel enden.

2) Ramus profundus (9, Fig. 6). Versorgt in seinem Verlaufe zwischen den beiden Köpfen des Palato-coronarius dieselben mit mehreren dünnen Zweigen, verläuft hierauf zwischen Gaumenleiste und Ram, superfic. nach vorn und gelangt unter den Palatoethmoidalis prof., dessen ventraler Fläche er einen Zweig zuschickt. Die Fortsetzung des Stammes zerfällt endlich in 2 Zweige, von denen der eine den Copulo-tentaculo-coronarius und Copulo-ethmoidalis7), der andere die Haut in der Gegend des 4. Tentakels versorgt8).

b) Ramus medius*).

Zerfällt in 2 Gruppen von Zweigen, von denen die eine die Gaumenschleimhaut, die andere den Quadrato-palatinus und die Muskulatur des Schlundsegels versorgt.

1) Rami palatini'0). Zahlreiche feine Aestchen, welche sofort in den Schleimhautüberzug der Gaumenleisten und Vomerinplatte eintreten, im Allgemeinen nach hinten, vorn und medianwärts steuern und zum Theil sich bis nahe an die vordere Verschmelzungsstelle der Gaumenleisten verfolgen lassen").

6) Bei Bdellostoma durchbohrt nur der tiefe Ast den Palato-coronarius, während der oberflächliche an dessen äusserer Seite vorwärts läuft.

7) Von Müller nicht besonders angeführt.

8) Auf der Abbildung nicht dargestellt.

9) Mülles: Rami palatini, trotzdem nur ein Theil derselben diesen entspricht.

10) Auf der Abbildung nicht dargestellt.

11) Müllek ist es bei Bdellostoma heterotrema gelungen, einen dieser sensiblen Aeste durch „die fibröse Haut zwischen mittlerer Gaumenplatte und seitlicher Gaumenleiste'' bis in die Gegend des Gaumenzahns zu verfolgen; er lässt ihn zum Theil im Gaumenzahu selbst enden. Bei Myxine verschwanden die meisten dieser Aeste sehr bald unkennbar in der Schleimhaut, und war es mir nicht möglich, trotz dauernder Behandlung mit verdünnten Lösungen von Acid. pyrolignos. die Angaben Müller's auch für Myxine zu bestätigen.

bA. IX, n. F. IL 3

2) Rami musculares. Zwei dünne Fädchen, von denen der eine sich nach hinten schlägt, um sich im Velo-quadratus zu verästeln (10, Fig. 9) der andere um das Quadratum nach aussen zieht, um in den Quadrato-palatinus einzutreten (11, Fig. 9). Bei einigen Exemplaren schien mir der erstere auch ein Fädchen an den Velo-spinalis abzugeben11).

c) Ramus posterior (12, Fig. 9. 13)'*). Breiter, kräftiger Nerv, der sich um die ventrale Fläche des Quadratums nach aussen schlägt und den Quadrato-palatinus in dessen ganzer Dicke durchsetzt. Nach unten und lateralwärts verlaufend giebt er einen kräftigen Ast ab, der vorwärts laufend sich in den Copulo-quadratus einsenkt. Der Stamm selbst durchbohrt den Hyo-copulo-glossus an der Grenze zwischen Sehne und Muskelbauch, ohne jedoch dem Muskel selbst Zweige zu geben M), und begiebt sich hierauf wieder nach oben, in dem Haftband und zwar in dessen medianer Lamelle verlaufend, um die Schleimhaut und Zähne der Zunge zu versorgen ,a).

B. Ramus Internus") (II1 Fig. 9. 13). Sehr langer aber weniger kräftiger Nerv, als der Ram. ext Er schlägt sich um den ventralen Umfang des Quadratums zwischen dem Quadrato-palatinus und Velo-quadratus nach unten, hinten und lateralwärts und gelangt zwischen den Copulo-quadratus profund, und die Schleimhaut. Hier giebt er ab

1) Ram. pro Hyo-copulo-glosso (13, Fig. 13), der fast senkrecht gegen die ventrale Fläche des Hyo-copulo-glossus herabsteigt, sich nahe dem lateralen Rande des Muskels sich in diesen einsenkend.

2) Ram. pro Copulo-glosso superfic. et profund.17) (14, Fig. 5. 13), der gegen den obern Rand des Hyo-copulo-pala

12) S. § 2 Anm. 26.

18) Mülleb: Hyoideo-deutalis.

14) Mülleb lässt auch den Hyo-copulo-glossus einen Zweig vom Ram. post. erhalten, so dass dieser Muskel doppelt (s. u. Ram. int.) innervirt wird.

15) Ausserdem zweigt sich bei Bdellostoma von der Fortsetzung des Stammes noch ein Zweig ab, der gegen den untern Mundrand läuft. Weder diesen, noch den Muskelast für den Hyo-copulo-glossus habe ich bei Myxine beobachtet.

16) Mülleb: Ram. lingualis.

17) Nach Mülleb stammt dieser Zweig bisweilen aus dem Ram. ext. und zwar aus dessen hinterm Zweige.

tinus verläuft, diesen Muskel nach seinem Ursprünge vom Hyoid und seinem obern Rande durchbohrt, auf seiner lateralen Fläche abwärts läuft, ohne ihm Zweige zu geben und endlich sich in 2 Zweige spaltet, einen stärkern medianen und einen schwächern lateralen. Letzterer versorgt den Copulo-glossus superfic, ersterer den Copulo-glossus prof., mit je einem Endzweig in seine beiden Köpfe eintretend.

Der Stamm des Ram. int. geht über der dorsalen Fläche des Hyo-copulo-glossus weiter nach hinten und medianwärts, giebt nahe dem Ansatz des Hyoids an der Copula einen

3) Ram. pro lingua (15, Fig. 13) ab, der in die Schleimhaut der Zungenplatten an deren hinterm Umfang eintritt, und gelangt selbst auf die dorsale Fläche des Endstücks der Copula (16, Fig. 13. 15) und weiter rückwärts in den Hohlraum der Copulo-copularis, zwischen dessen dorsaler Innenfläche und derFascie verlaufend. Hier giebt er ab einen

4) Ram. ant. pro Copulo-copulari (17, Fig. 15), der sich im vordem Abschnitt des Muskels verästelt, und verläuft weiter nach hinten, mit dem der andern Seite leicht convergirend, mit welchem er sich nach Abgabe einer oder mehrerer Queranastomosen, etwa im Bereich der Spitze des Copula-Endstücks vereinigt18). Der gemeinsame Stamm (18, Fig. 15) läuft zwischen der dorsalen Raphe des Copulo-copularis und dessen innerer Fascie weiter nach hinten, nach beiden Seiten successive eine schwankende Anzahl von

5) Rami post. pro Copulo-copulari (19, Fig. 15) mit nach hinten und unten gerichtetem Verlauf abgebend. Weiter nach hinten zerfällt endlich der gemeinsame Stamm in 2 Endäste, deren jeder als

6) Ramus pro Longitudinali linguae et Perpendiculari (20, Fig. 15) sich in den Schenkel des Longitudinal. seiner Seite einsenkt, denselben mit mehreren Zweigen versieht und mit dem Rest und der medianen Fläche des Schenkels hervortretend sich im Perpendicularis verästelt. —

2) Facialis (VII, Fig. 5. 6).

Dünner Nerv, noch uicht von der Stärke der obern Hautäste des Trigeminus. Er verlässt die Schädelhöhle durch eine kleine

18) Bei einem Exemplare unterblieb die Verschmelzung in einen gemeinsamen Stamm; desto reicher fielen hier die Queranastomosen aus.

Oeffnung in der Seitenwand des Craniums dicht vor dem vordem Umfang der Gehörkapsel"). für tritt zunächst in nach unten und hinten gerichtetem Verlauf unter die vordem obern Abschnitte des Zungenbeinbogens, wendet sich, unter diesem hervortretend, am vordem Rande des Cranio-hyoideus nach unten und vorwärts und giebt sofort 2 dünne Fädchen nach hinten und rückwärts ab:

1) Ram. cutaneus10), der über den Cranio-hyoideus verläuft, durch den vordem Abschnitt des Seitenrumpfmuskels dringt und sich in der Haut "sehr bald verliert;

2) Ram. pro Cranio-hyoideo an dem vordem Umfang des Muskels in diesen eintretend.

Der Stamm des Facialis verläuft hierauf zwischen dem oberflächlichen und tiefen Copulo-quadratus weiter nach vorwärts und unten, um nahe dem hinteren Rande des Hyo-copulo-palatinus abermals 2 dünne Zweige41) abzugeben:

3) Ram. pro Copulo-quadrato superfic") nach hinten zur medianen Fläche des Muskels verlaufend,

4) Ram. pro Hyo-copulo-palatino, sich nach rückwärts schlagend, um an der hintern Kante des Muskels einzutreten. Die Fortsetzung des Stammes verläuft endlich als dünner Faden auf der Innenfläche des Hyo-copulo-palatinus nach vorn, tritt am vordem Rande dieses Muskels auf die Aussenfläche des Copulo-palatinus, um sich mit mehreren Zweigen in der Haut bis zur Gegend des 3. und 4. Tentakels zu verbreiten. Einige dieser Zweige verbinden sich hier mit den Endverzweigungen des Ram. cutan. sup. post. vom Ophthalmitis13).

19) Vor dem Austritt aus der Schädelhöhle schien er Müller ein Aestchen in das Labyrinth abzugeben (s. § 5 Anm. 23).

20) Auf der Abbildung nicht dargestellt. Müller hat diesen Zweig nur vcrmuthet.

21) Auch diese Zweige sind von Müller nicht mit Gewissheit erkannt, trotzdem sie bei Bdellostoma heterotrema verhältnissmässig kräftig gewesen sein müssen.

22) Bei den Exemplaren, wo ich diesen Muskel rudimentär entwickelt oder überhaupt nicht angetroffen, fehlend.

23) Von Müller übersehen.

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