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und rückwärts um sich breit am hintern Viertel der lateralen Copularlamelle, ferner an der hintern in deren ganzer Ausdehnung, endlich am vordem Rande der untern Hälfte des Hyoids zu inseriren.

Von seiner Function gilt zunächst dasselbe wie von jener des vorigen Muskels, mit der Maassgalje, dass die Hauptaction in einer Vorwärtsbewegung der Copula d. i. des untern Mundrandes zu suchen sein wird.

21. Copulo-quadratus superficialis»).

Müller: Hinterer Vorzieher des Zungenbeins.

Etwas länger, aber schmäler als der vorige, hinter diesem lagernd. Entspringt am untern Rande des Quadratum, zum Theil auch noch von der Fascie des Copulo-quadratus profundus. Seine Fasern laufen, nur wenig divergirend nach hinten und unten, um ihren Ansatz am seitlichen Umfang des Endstücks der Copula zu nehmen, etwa im Bereich deren 2. Viertel.

Function. Unterstützt den vorigen in seiner Wirkung.

22. Copulo-quadratus profundus.

Müller: Zurückzieher des Zungenbeins.

Flacher, breiter, nicht unkräftiger Muskel, grösstentheils unter dem vorigen gelegen, mit seiner medianen Fläche theilweise an die Schleimhaut des Mundes angrenzend. Entspringt am untern Rande des Quadratums in dessen ganzer Ausdehnung, ausserdem noch vom obern und vordem Abschnitt des Zungenbeinbogens. Seine Fasern ziehen leicht bogenförmig nach unten und vorwärts, ziemlich parallel laufend, um sich am lateralen Rande der lateralen Copularlamelle fast in ganzer Ausdehnung und an dem der hintern in Bereich des vordem Drittels zu inseriren.

Function. Zieht, als Antagonist der 3 vorigen Muskeln, den vordem Mundrand rück- und aufwärts und erweitert die Mundhöhle seitlich auf Kosten ihrer Höhe (s. N. 15). —

25) Diesen Muskel habe ich bei einzelnen Exemplaren nur in Form eines ganz unansehnlichen grösstentheils durch Bindegewebe reprasentirten Streifs, bei einein gar nicht angetroffen. — Hei Bdellostoma, wo er constant vorzukommen scheint, ist er in seiner „Insertion" (s. Anm. 23) bedeutend nach vorn geschoben, indem er sich am Rande der Gaumenleiste anheftet. Aub demselben (irunde hat er auch seine Beziehungen zur Fascie des Copulo-quadratus profund, verloren.

V. Muskeln des Schlundsegela.

23) Velo-quadratus (Vq, Fig. 9).

24) Velo-spinalis (Vsp, Fig. 9).

Ersterer erhält einen Zweig vom Rani. ext. des MaxillarisM).

23. Velo-quadratus.

Müller: Anzieher des Schlundsegels11).

Massig kräftiger Muskel von rhomboidaler Gestalt, ausgezeichnet durch die Grobheit -seiner Bündel. Entspringt zum grössten Theil vom Quadratum von der hintern Grenze der Gaumenleiste bis nahe an die Basis der Gehörkapsel; einige Fasern greifen noch auf den seitlichen Rand der Vomerinplatte über. Der Muskel zieht schräg nach aussen und rückwärts, um seine Insertion am Schlundsegelhalter zu finden und zwar vom Köpfchen (Apophysis muscularis Müller's) herab bis zum Ursprung der Querspange. Die Insertion beschreibt im Allgemeinen ein dorsalwärts convexen Bogen, derart, dass der Muskel an seiner ventralen Fläche eine rinnenförmige Auskehlung28) darbietet, die besonders deutlich in hintern Abschnitt des Muskels hervortritt. Im Bereich dieser Rinne bildet die überziehende Schleimhaut eine flache Duplicatur.

Function. Zieht die Schlundsegelhalter, mithin das Schlundsegel selbst (bei doppelseitiger Wirkung) gegen die Nasengaumenöffhung an, welche hierdurch geschlossen wird.

26) Den Nerv für den unansehnlichen Velo-spinalis habe ich nicht finden können, wenn er nicht einem äusserst dünnen Fädchen, das sich vom Muskelast des ersten Schlundsegelmuskels ablöst, dessen Natur ich nicht einmal mit Hülfe des Mikroskops habe erkennen können, entspricht. Müller hat ihn sogar bei dem grössten Exemplare dieser Gattung (Bdellostoma heterotrema) übersehen.

27) Müller erwähnt 2 Insertionsportionen dieses Muskels, von denen die erste ihren Ansatz an der Apophysis muscularis, die andere am Halter des Scblundsegels findet. Bei Myxine ist die Insertion ganz continuirlich; somit wird auch für Myxine die Function einer lateralen Portion als Antagonisten der medianen wegfallen müssen. Auch der Ursprung des Muskels zeigt nach der Abbildung Müller's keine Differenzen bei Bdellostoma, indem er hier zum grössten Theil von der Gaumenleiste stattfindet. Die Reduction der knorpligen starren Vomerinplatte von Bdellostoma zu einer dünnen biegsamen Lamelle bei Myxine erklärt, warum bei letzterer nur ein ganz geringer Theil der Muskelbündel vom Vomex seinen Ursprung nimmt.

28) Auf der Abbildung, wo das Muskelstratum auseinander gezogen, kaum angedeutet.

24. Velo-spinalis.

Müllhe: Spanner des Schlundsogels.

Kleiner schmaler Muskel, der vom Köpfchen des seitlichen Schlundsegelhalters entspringend rück- und medianwärts läuft, um sich am lateralen und untern Umfang der Wirbelsäule eine kurze Strecke hinter den Gehörkapseln zu inseriren.

Function. Zieht das Köpfchen des Schlundsegelhalters nach einwärts und hinten, somit den Halter seihst nach vorn und aussen. Dadurch wird das Velum seitlich gespannt, —

Ich schliesse hier einen rudimentären vom Schädel entspringenden und am Zungenbeinbogen sich inserirenden, vom Facialis innervirten Muskel an, da er in die genannten Gruppen sich nicht unterbringen lässt.

25. Cranio-hyoideus.

Müller: Erster Schlundconstrictor'').

Unansehnliches Muskelbündel, dessen Fasern vom seitlichen Umfang des Schädels dicht hinter der Gehörkapsel entspringen, in leichtem Bogen abwärts unter den obern Abschnitt des Zungenbeinbogens aber über dessen untern hintern Fortsatz tretend zwischen dem oberflächlichen und tiefen Copulo-quadratus hindurchziehen, um sich am vordem Rande des Hyoids, nahe dessen Ansatz an die Copula zu inseriren.

Eine Function dieses kleinen Muskels wird gegenüber der Fixation des Hyoids an der mächtigen Copula kaum in Frage kommen.

Seine Existenz giebt jedoch wichtige Anhaltspunkte für die Annahme einer secundären Verschmelzung des Zungenbeinbogens mit dem Schädel. Höchstwahrscheinlich ist er ein Rudiment eines Muskels der der Locomotion des Zungenbeinbogens gegen das Cranium vorgestanden zu einer Zeit, wo eine freie Beweglichkeit jenes mit diesem bestand. Mit der Verschmelzung des Bogens ein Mal mit dem Schädel, das andere Mal mit dem mächtig entwickelten Copularapparate musste in Folge der Unmöglichkeit der Bewegung des Bogens gegen den Schädel eine Rückbildung des betreffenden Muskels erfolgen. —

29) Diese Bezeichnung ist nicht zulässig, da der Schlundverengerer vom Vagus innervirt wird. Vorliegender Muskel hat mit der Schlundmuskulatur gar Nichts zu thun. Letztere s. im vergleichenden Theile. —

§ 3.

Trigeininiisgruppe von Myxine glutinosa.

1) Trigeminus1). Der Stamm des Trigeminus verlässt die Schädelhöhle durch eine hinter dem Foramen opticum gelegene ovale Oeffnung und zerfällt sofort in 2 Hauptäste, den Ramus superior s. Ophthalmien und den Ramus inferior s. Maxillaris. Ersterer tritt über den subocularen Bogen des Quadratums, letzterer geht unter demselben hinweg.

I. Ophthalmien« (I, Fig. 4)J).

Verläuft über dem subocularen Bogen nach vorn und lateralwärts, giebt zunächst dicht hinter seinem Ursprünge ab den

1) Ram. cutan. sup. post (1, Fig. 4. 7). Dringt sofort direct nach aussen und oben, die sehnige Inscription zwischen der Dorsalportion des Seitenrumpfmuskels und dem Tentacularis post. durchbohrend. Auf diese Weise gelangt er unter die Haut, die er im Bereich des seitlichen Kopfumfangs versorgt, ziemlich parallel mit dem Ram. cutan. sup. ant. verlaufend. Seine Aeste können bis in die Gegend des 3. Tentakels verfolgt werden.

Der Stamm des Ophthalmicus tritt hierauf unter dem Opticus*) hinweg, um sich in folgenden Zweigen zu erschöpfen:

2) Ram. cutan. sup. ant. (2, Fig. 4.7). Verläuft nach oben und lateralwärts gegen die innere Fläche des Tentacularis post., durchbohrt diesen Muskel, ohne ihm Zweige zu geben (s. §2, I) und gelangt ebenfalls unter die Haut an die Seitenfläche des Schädels, wo er sich über dem Cutan. sup. post. verbreitet. Einzelne Endästchen dringen bis gegen die Basis der beiden ersten Tentakel.

1) Der Trigeminus ist von J. Müller au Bdellostoma heterotrema sehr erschöpfend beschrieben worden. Da er von dem der Myxine nur in sehr wenigen Punkten abweicht, bietet die vorliegende Beschreibung wenig Neues, durfte aber nicht unterbleiben, um den durch die abweichende Nomenklatur und die Verschiedenartigkeit der Zusammenfassung der einzelnen Zweige bedingten Schwierigkeiten der Orientirung vorzubeugen. Sie trägt hauptsächlich der Muskelinnervation Rechnung.

2) Mülleb: Obere Aeste, welche über der Gaumenleiste bleiben. Er fasst den Cutan. sup. post. als selbstständigen Ast auf und beschreibt den übrigen Stamm als Ram. sup. ant.

3) Bei Bdellostoma läuft der Stamm des Ophthalmicus über den Opticus.

3) Ram. nasalis (3, Fig. 4). Schlägt sich nach innen und oben, um sich an der Nasenkapsel und dem Nasenrohre zu verzweigen.

Nach Abgabe dieses Zweiges tritt der Stamm zwischen den Nasalis und den Palato-ethmoid. superfic. dicht neben dem Nasenrohre nach vorwärts, um weiter abzugeben

4) einen dünnen Muskelzweig zum Nasalis (4, Fig. 4) an dessen hintersten Abschnitt eintretend,

5) einen kräftigeren Muskelzweig (5, Fig. 4), der, weiter nach unten verlaufend, in die ventrale Fläche des Palato-ethmoidalis superfic. eintritt und sich in diesem auflöst 4) und

6) einen langen dünnen Zweig (6, Fig. 4), die Fortsetzung des Stammes, der an der Seite des Nasenrohrs nach vorn läuft und, nachdem er den vordersten Muskeln des Tentakelkranzes und des Nasenrohrs (Tentacul. ant., Tentaculo-ethmoid., Transvers, oris und Ethmoideo-nasal.) Zweige gegegeben, an der Basis des 1. Tentakels und an der vordern Nasenöffnung endet. —

II. Mnxillaria (II, Fig. 9. 13).

Tritt unter dem subocularcn Bogen des Quadratum nach vurn und lateralwärts, um alsbald in 2 Aeste, einen äussern und innern zu zerfallen5).

A. Ramus externus (II' Fig. 13). Zerfällt fast in gleichem Niveau mit der Abgangsstelle des Ram. int. in 3 Aeste, einen vordern, mittleren und hintern.

a) Ramus anterior (7, Fig. 9. 13). Tritt zwischen die beiden Ursprungsköpfe des Palato-corona

4) Bei Bdellostoma scheint dieser Zweig zum Theil der Endverbreitung des letzten zu übernehmen. Wenigstens lässt Müller den Ram. sup. vom Ram. sup. ant. den Zurückzieher des Mundes und die „oberen kleinen Mundmuskeln" versorgen und oberflächlich an der Nasenöffnung enden.

5) Müller beschreibt die Aeste des Maxillaris als „Aeste, welche unter der Gaumenleiste sich verbreiten" und sondert diese in vier:

1) Ram. inf. ant.

2) Rami palatini.

3) Ram. hyoideo-dentalis.

4) Ram. lingualis.

Von diesen entspricht nur der Ram. lingualis unserm Ram. int.; alle übrigen sind als Ram. ext. zusammengefasst worden, um im vergleichenden Theile Schwierigkeiten der Orientirung auszuweichen.

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