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Die allgemeinen Betrachtungen, welche Ray-lankester seiner Arbeit eingeflochten hat, sind zum grössten Theile als werthvolle und wichtige Beitrage zur Erkenntniss der Entwickelungsgesetze zu betrachten, — wiewohl wir uns in manchen Punkten (so namentlich in Beziehung auf dessen Auffassung des Hautfaserblattes (mesoblast or intermediate layer)) nicht einverstanden erklären können. Jedenfalls werden wir später noch einmal Gelegenheit finden, auf einzelne Punkte der Abhandlung Ray-lankeSter's näher einzugehen. —

Erklärung der Abbildungen.
Taf. VII.

Fig. 1. Laiche von Süsswasser-Pulmonaten: A Laich von Limnaeus ovatus;

o ein einzelnes Ei-, B Laich von Physa hypnorum; C Laich von Planorbis

carinatus; D Laich von Ancylus lacustris. Nat. Gr. Fi g. 2. Ei von Limnaeus ovatus bei schwacher Vergrösserung; o „primitives

Ei" oder Eizelle; o Eiweiss; m Eiweissmembran. Fig. 3. Ei von Physa hypnorum bei schwacher Vergrösserung; o „primitives

Ei"; e äussere, i innere Eiweissmembran. Fig. 4. „Primitives Ei" oder Eizelle von Limnaeus ovatus; k Keimbläschen;

d Dotter. Vergr. 320. F i g. 5. Ei in der Zweitheilung: r „Richtungsbläschen". Vergr. wie Fig. 4. Fig. 6. Ei in der Viertheilung. Die „Richtungsbläschen" liegen in der Mitte

der vier Furchungskugeln und sind daher bei dieser Ansicht nicht sichtbar. Fig. 7. Ei in der Achttheilung. Die „Richtungsbläschen" liegen oben auf

zwischen den vier kleinen Furchungskugeln und sind daher bei dieser Ansicht nicht sichtbar.

Fig. 8. Ei in der Achttheilung von der Seite gesehen; a Eipol mit den vier grossen, 6 Eipol mit den vier kleinen Furchungskugeln; r „Richtungsbläschen".

Fig. 9. Blasto6phaera; h Höhle derselben (babb'sciic Höhle); r wie früher.

Fig. 10. Die Blastosphaera ist in der Einstülpung begriffen; h BAKB'sche Hoble, o Stelle der Einstülpung, v Vorwölbung der Wandung gegenüber der EinstUlpungsstelle.

Fig. 11. Gastrula: o Urmund, primäre Mundöffnung; a Urdarm oder primärer Darm; e Exoderm oder äusseres Keimblatt; i Entoderm oder inneres Keimblatt.

Fig. 12. Bildung des Mesodcrms; m Mesoderm, r leerer Raum am hinteren Körpereude des Enibryo, e1 Exoderm daselbst; e, i und o wie früher.

Fig. 13. Am Embryo lassen sich drei Abschnitte unterscheiden: I. Erster. II. zweiter und III. dritter Abschnitt. Die Uastralüffnung o beginnt sich zu schliesscn. Die Entodenn-Zelleu t nehmen an Zahl zu. e, m, a u. s. w. wie früher.

Fig. 14. Optischer Querschnitt durch den Embryo Fig. 12, um die Ausbreitung des Mesoderms m zu zeigen, t und t wie früher.

Fig. 15. Dritter Abschnitt (blindes Körperende) des Embryo Fig. 13 von oben gesehen, um die Gestalt der Exoderm-Zcllen zur Anschauung zu bringen; k Zellenkern mit deutlich sichtbarem Kernkörperchcn; f Fetttropfen.

Taf. VIII.

(Vergr. der Fig. 16—22 320; der Fig. 23—25 240.) Die Fig. 12—20 sind nach

Embryonen von Physa fontinalis gezeichnet, weil diese durchsichtiger sind, als die Embryonen von Limnaeus.

Fig. 16. Embryo von Fig. 13 von der Seite gesehen; e, e1, c wie früher.

Fig. 17. Weiterentwickelung des Embryo Fig. 13; von vorne gesehen, um die Bildung der Mundhöhle M zu zeigen. Die primäre Mundöfihung der Gastrula hat sich geschlossen; der leere Raum c wird allmählich von den Zellen desMesoderms und Entoderms ausgefüllt; neben den grossenEntoderm-Zellen treten auch kleine auf. e, in, i wie früher.

Fig. 18. Derselbe Embryo von der rechten Seite; M und c wie früher.

Fig. 19. Es macht sich bereits der Fuss P bemerkbar; M und c wie früher; A Aftereinstülpung.

F'ig. 20. F rudimentäres Velum; N Einstülpung des Exoderms, welche, wie es scheint, später zur Bildung des oberen Schlundknoteu-Paares und vielleicht auch des Visceralgauglions führt. M, A, P und e wie früher.

Fig. 2 1. Die Einstülpung des Exoderms A vergrössert sich, wird tiefer und führt zur Bildung zweier kurzer Stränge ggt und vgx. Die Mundhöhle zeigt ein kleines Divertikel d. In der Umgebung des Afters bemerkt mau eine Verdickung des Exoderms, die Flimmerscheibe fs. V, P, N und A wie früher.

Fig. 22. Von der Flimmerscheibe geht die Bildung des Flimmerwulstes fu aus; durch das Entoderm sieht man die secundäre Darmhöhle D durchschimmern; V. gglt vgt, P u. s. w. wie früher.

Fig. 23. Es hat sich bereits das obere Schlundganglion gg und das Fussganglion fg gebildet. Das Mesoderm beginnt sich im (Jorium co und Muskel mi zu differenzireu; d, ü u. s. w. wie früher. Das Entoderm scheint in zwei Zellhaufeu zerfallen zu sein.

Fig. 24. Es bilden sich die Fühler t, die Augen a und die Uehörbläscheu o. In den Augen sind bereits die Linsen erkennbar. Der Flimmerwulst ist nach vorne gerückt und hat den After A in sich aufgenommen. Die Darmhöhle U streckt sich in die Länge; die beiden Wände der Zungenscheide d legen sich enger aneinander, fg, mi und fw wie früher.

Fig. 25. Bildung des Herzeus; c Kammer, c' Vorkammer. Auch liadula r und Schale s haben sich gebildet; im Fusse zeigen sich zahlreiche Kalkconcretionen k; es beginnt sich die Athemhöhle AI zu bilden. Es haben sich überdies bereits Speiseröhre und Enddarm gebildet. A, fw uud gg wie früher.

Taf. IX.

Fig. 26. Embryo vor dem Ausschlüpfen. L Leber, c Herz, n Niere, AI Athemhöhle, r Mantelrand, durch die Schale durchschimmernd. Vergr. 140.

Fig. 2 7—30. Bildung der Niere, a ausführender, b secernirender Abschnitt der Niere, m Membrana propria. Vergr. 320.

F'ig. 30. Niere eines ausgebildeten Limnaeen-Embryo.

Fig. 31 — 34. (Querschnitte durch Embryonen auf verschiedenen Entwicke

lungsstufen. Vergr. 240. Fig. 31. Querschnitt durch einen Physa - Embryo, um die Vertheilung des

Mesoderms zu zeigen. e Exodenn, in Mesoderm, i Entoderm.

240

Carl Rabl, Die Ontogenie der Süsswasser-Pulmonaten.

Fig. 32. Längsschnitt durch einen Physa-Embryo, welcher ungefähr auf der gleichen Entwickelungsstufe steht, wie der Embryo von Fig. 20. M Einstülpung der Mundhohle, A Einstülpung der Afterhöhle; e Exbderm, n» Mesoderm, g grosse und k kleine Entoderm-Zellen.

Fig. 33. Querschnitt durch einen Limnaeen-Embryo mit Anlage der secundären Darmhöhle D. e Hautsiunesblatt, ro Hautfaserblatt g grosse EntodermZellen, als Nahrungsdotter fungirend; gr geschrumpfter Inhalt derselben; df Darmfaserblatt; dd Darmdrüsenblatt. V Anlage der Leibeshöhle.

Fig. 34. Längsschnitt durch einen gleich weit entwickelten Limnaeen-Embryo. M Mundhöhle, d Zungenscheide, s Anlage der Schlundmuskulatur. Der After ist bereits aus der Medianlinie des Körpers gerückt. e, m, y u. s. w. wie früher.

Fig. 35. Einzelne Muskelzellen.

F i g. 3 6. A Herz; v Vorkammer, k Kammer. B Zelle aus dem Herzen.

Fig. 37. Das Herz am Beginn seiner Entwickelung. t Anliegende Darmfaserzellen, c Herz, m Hautfaserschicht, « Hautsinnesblatt, S Schale.

Fig. 38. Planorbis - Embryo , schwach vergrössert. Zur Veranschaulichung der Endigungsweise der beiden Strange ggv Vom Rücken aus gesehen. JV Einstülpung des Exoderms; gg Endanschwellungen der Stränge gg,; * Schlundkopf.

Fig. 39. Planorbis-Embryo von unten gesehen, etwas weiter entwickelt als der vorige. A After, N Nierenöffnung, G Geschlechtsöffnuug, At Athemhöhle.

Fig. 40. Ei von Limnaetis ovatus; aus zwei Eiern zusammengeschmolzen, o „primitives Ei" oder Eizelle.

Beitrüge zur Kenntnis» der Termiten.

Von

Fritz JTIiiller.

(Hier« Taf. X—XIII.)

IV. Die Larven von Calotermes rngosns Hag.

Die Calotermes leben ohne eigentliches Nest in Gängen, die sie im Holze abgestorbener Bäume ausnagen. Ihre Gestalt entspricht dieser Lebensweise. Der langstreckige walzenförmige Leib, dessen Seitenlinien in einer Flucht vom Kopfe bis zum Ende des Hinterleibes fortlaufen, unterscheidet sie auf den ersten Blick von anderen Termiten, deren kleine Vorderbrust eine halsartige Einschnürung bildet zwischen dem Kopfe und dem hinteren Theile des Leibes, deren Hinterleib bei Larven, Arbeitern und Soldaten meist') kürzer und länglich eiförmig, deren Beine länger und schlanker sind. Der „prothorax magnus" 2) ist, weil allen Ständen gemeinsam, jedenfalls das wichtigste äussere Unterscheidungsmerkmal der Gattung Calotermes, wenigstens für Denjenigen, der lebenden Termiten nachgeht; alle übrigen, die Nebenaugen, die Adern im Randfelde der Flügel, die Haftlappen der Füsse, kommen nur den geflügelten Thieren zu, die man unter hundert Fällen kaum zehnmal in einer Termitengesellschaft treffen wird.

Schon die jüngsten Larven pflegen im Allgemeinen die bezeichnete Gestalt ihrer älteren Geschwister zu haben, bei Calotermes, wie bei anderen Termiten. Nur haben sie bei letzteren oft ein unge mein unreifes Aussehen, dicken Kopf, lange aber plumpe Beine, Fühler u. s. w. und sind sehr träge und unbeholfen in ihren Bewegungen; bei Calotermes dagegen sind sie

1) Ausgenommen sind z B. ältere Larven von Anojilotermes pacificus (Taf. X Fig. 11).

2) Hagen, Linn, eniomol. XU, S. 33.

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