Die Philosophie des hl. Thomas v. Aquin und ihre Bedeutung für die Gegenwart: zugleich eine Rechtfertigung der Encyclika "Aeterni Patris"

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Woerl, 1881 - 112 páginas
 

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Página 68 - Bisher nahm man an, alle unsere Erkenntnis müsse sich nach den Gegenständen richten; aber alle Versuche, über sie a priori etwas durch Begriffe auszumachen, wodurch unsere Erkenntnis erweitert würde, gingen unter dieser Voraussetzung zunichte. Man versuche es daher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damit besser fortkommen, daß wir annehmen, die Gegenstände müssen sich nach unserem Erkenntnis richten, welches so schon besser mit der verlangten Möglichkeit einer Erkenntnis...
Página 91 - So lange die Naturwissenschaft und jede ihrer Unterarten nicht reiche Knospen getrieben hatte, war für die Philosophie die Zeit des Frühlings noch nicht gekommen. Nun aber, da selbst die Physiologie kräftiger zu sprossen beginnt, fehlt es nicht mehr an den Zeichen, welche auch für die Philosophie die Zeit des Erwachens zu fruchtbringendem Leben ankündigen. Die Vorbedingungen sind gegeben; die Methode ist vorbereitet ; die Forschung ist vorgeübt.
Página 101 - Beziehungen zwischen den Erscheinungsgebieten von Körper und Seele möglichst genau festzustellen. Was gehört quantitativ und qualitativ, fern und nahe, in Körperwelt und geistiger Welt zusammen, nach welchen Gesetzen folgen ihre Veränderungen aus einander oder gehen mit einander?
Página 79 - Wiewohl sie vornehm meint, darüber hinaus zu sein, würde sie sich mancher ihrer Schlüsse schämen, wenn diese, in die nackte Form des Syllogismus gefaßt, ihre verkleidete Schwäche eingestehen müßten...
Página 101 - eine exakte Lehre von den funktionellen oder Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Körper und Seele, allgemeiner zwischen körperlicher und geistiger, physischer und psychischer Welt.
Página 70 - Wir finden sie aber jetzt durch das gewonnene Ergebniss bestätigt. Wenn das göttliche Denken schafft, so verhält sich das menschliche nur nachschaffend. Als nachschaffend setzt es das Sein voraus und die Wahrnehmung desselben; und es bleibt leer und unfruchtbar, wenn es nicht von der Anschauung empfängt. So hätte man aber, wird man anklagend sagen, wiederum einen Dualismus von Denken und Anschauung. Die Philosophie hätte sich dann vergeblich erschöpft, diese Kluft zu überwinden und die Herrschaft...
Página 92 - Sie geht wohl von der Erfahrung aus, aber nicht von der Erfahrung, wie sie durch Instrumente und sorgfältige, oft angestellte Beobachtung gewonnen wird, sondern von der Erfahrung, welche die fünf Sinne und das Selbstbewußtsein tagtäglich jedermann bieten.
Página 45 - Konvent zu Toulouse sich zurückzog, um da in stiller Muße seine berühmten libri defensionum auszuarbeiten, unstreitig das vorzüglichste Werk der mittelalterlichen Thomistenschule mit vollständigster Berücksichtigung aller Meinungsgegensätze zur thomistischen Doktrin, welche aus der nachthomistischen Entwicklung der Scholastik während zweier Jahrhunderte sich herausgebildet hatten.
Página 51 - ... gerichteten Bestrebungen galten hauptsächlich dem Interesse, welches an der Lehre des hl. Thomas genommen wurde. In der gemeinsamen Anerkennung der Autorität desselben begegneten und versöhnten sich Gedantenrichtungen, die sonst durchaus nicht miteinander stimmten, und selbst die Scotistenschule konnte sich der Macht und dem Ansehen, welches er behauptete, nicht schlechthin entziehen. In jenen Ländern namentlich , welche von den geistigen Bewegungen und Erschütterungen der deutschen Reformation...
Página 78 - ... unterscheiden, den Irrtum in seiner schillernden Form zu entdecken und in seine Schlupfwinkel zu verfolgen, bedurfte es einer strengen Methode, welche, wie die mathematische in ihrer Weise, den sicheren Gang der Wahrheit garantiert; ohne eine solche wäre die Konfusion der Ansichten kontinuierlich geworden, bei der Dunkelheit der Begriffe und Unbestimmtheit der Terminologie hätten sich die Irrtümer nie verloren; alles wü...

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